Football and Travel

Fußball und Reisen sind zwei großartige Dinge. Diese werde ich auch in den kommenden 10 Monaten verfolgen und mich ein wenig außerhalb von Europa durch die Weltgeschichte schlagen. In englisch (aber wirklich basic, ansonsten Übersetzungstool nutzen) geht es von nun auf folgendem blog weiter und ich bin gespannt wie sich das Ganze entwickeln wird, schaut einfach vorbei:

www.footballandtravel.wordpress.com

Advertisements
Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Mission Failed !?

ImageIch habe in der letzten Zeit so einige Anfragen bekommen, ob ich es denn noch packen werde. Die Antwort lautet kurz und bündig: Nein! Es ist sehr schade, dass es nicht geklappt hat, aber ich werde die letzten 2 Länder sicherlich noch bei Gelegenheit hinzufügen, so hab ich für die Zukunft wenigstens noch ein bisschen was zu tun, außerdem gibts es ja auch noch die nicht UEFA-Members Kosovo und Monaco die man noch besuchen kann und dann bin ich mit diesem Kontinent auch entgültig durch, doch bis es soweit kommt wird noch einiges an Zeit vergehen, dazu später mehr.

Aber erstmal muss ich mich hier noch bei meinen Lesern bedanken, hab mich immer über Feedback gefreut und natürlich war das auch ein cooles Projekt und ganz gescheitert ist es eigentlich auch nicht. Ich habe extrem viel erlebt, viel gesehen und fußballtechnisch auch einiges geschafft. Die „Viel-Gucker“ unter euch können da nur müde lächeln, aber was Länderpunkte angeht ist die Statistik seit Beginn des Projekts, dem 4.4.2012 denke ich durchaus vorzeigbar, hier ein paar Fakten:

  • Ich habe 149 Spiele gesehen, das sind etwa 5,7 Spiele pro Monat
  • Davon waren 43 Spiele im Ausland, was etwa jedes 3,5te Spiel im Ausland bedeutet
  • Jedes etwa fünfte Spiel war in einem für mich neuem Land, was etwa 1 neuen Land pro Monat entspricht. Das beudetet, dass ich wenn ich diesen Schnitt halten würde (was niemals passieren wird), in etwa 12,5 Jahren in jedem Land der Welt ein Spiel gesehen hätte.
  • Es gab 3 Monate ohne jegliches Fußballspiel
  • Der Monat mit den meisten Spielen war der Oktober 2013 mit 11 Spielen
  • Der Monat mit der schönsten Quote war der Mai 2012 mit 8 Spielen in 8 verschiedenen und 6 neuen Ländern

Das wars mit den wichtigsten Erkenntnissen, auf km- oder Geldangaben habe ich gewollt verzichtet. Mit dem Projekt endet zwar eine coole Geschichte, aber dennoch nicht mein Hobby Fußball und sicher auch nicht das Hobby Reisen und schon gar nicht das Hobby Schalke, auch wenn ich in nächster Zeit bei den blau-weißen Göttern wohl nicht live anzutreffen sein werde. Wie das kommt und was ich stattdessen machen werde wird hier in den kommenden Tagen/Wochen noch erklärt werden, aber es wird meine Hauptleserschaft hier sicher ansprechen, das sei gesagt. Nun genießt die WM am TV und besonderes Vergnügen an die Leute in Brasilien!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Julians 52 von 54: Weißrussland – 16.05.2014

Eine gigantische Tour geht zu Ende. Die letzten Meter im Flieger werden gerade von Vilnius nach Bremen überbrückt. Schon Donnerstags machte ich mich Abends auf den Weg zu Oggy, um nach einer Stunde Schlaf mit Kevin durch die Nacht nach Bremen zum Airport zu brettern.

IMG_6974 IMG_6977

In Vilnius angekommen, sammelt wir Frank ein und düsten mit dem Toyoto Aygo bis nach Minsk. Der Grenzübergang dauerte seine Zeit, verlief aber relativ reibungslos, sodass wir gegen 14:00 Uhr Minsk erreichten. Die Übernachtung fand via Couchsurfing in einer Kreativschule für Kinder statt. Die dazugehörige Hosterin stellte sich vor und zum Dank übergaben wir ihr 4 Icehockeytickets für Finland – Schweiz, welches wir am Abend auch aufsuchten. Vorher ging es noch schnell nach Zhodino zum Erstligakick. Etwa 15 deutsche Hopper wurden gesichtet und waren damit dem Gästeanhang zahlenmäßig knapp überlegen. Sehr schöner Ground und für 20.000 “Rübelchen” bekam man nen astreinen Platz auf der Haupttribüne, der sogar per Hand auf die Karte gekritzelt wurde.

IMG_6978IMG_6979 OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA

IMG_6980 IMG_6982 IMG_6983 IMG_6984 IMG_6985 IMG_6986  IMG_6988OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERAIMG_6989 IMG_6990 IMG_6991 IMG_6992

Die Polizei in Belarus hat übrigens total genial Hüte. Die Leute die etwas mehr zu sagen haben scheinen in blau unterwegs zu sein und die “Idioten” müssen den grünen “180er” tragen. Der heißt so, weil er nicht nur hoch sondern auch nahezu senkrecht gen Himmel schießt. Nicht nur einmal beömmelten wir uns und hielten uns dann verkniffen zurück, um im letzten Europaland mit Diktatur nicht erschossen zu werden. Wenn man schlechte Laune hat, sollte man seinem Gegenüber einen solchen Hut aufsetzen lassen und zack gehts einem besser. Das Spiel war ok, Stimmung gab es ganz kurz mal. Die Mitgereisten Anhänger von Slutsk haben hier und da mal was gesagt, der Heimmob formierte sich am Rand der Haupttribüne mit etwa 100 sportlichen Gestalten und standen das gesamte Spiel über still. Nur nach dem 1:0 gab es 1,2 kurze und knackige Anfeuerungsversuche. Mit einem Länderpunkt im Sack gings zurück in das einstündigentfernte Minsk, um dann mit dem Taxi für 80.000 “Rübelchen” den Icehockeypalast zu bewohnen. Bier gab es in “Block Zelt” zu Hauf und so verpassten wir das erste Drittel knapp, schauten dann aber den Schlittschuhläufern ein wenig bei ihrer Arbeit zu. Ist ne ganz witzige Sache und kann man hier und da mal machen, also wenn kein Fußball ist. Nach der regulären Zeit hatten beide Teams gleich oft das schwarze Geschoss in die Maschen gehauen, sodass das Vergnügen noch in die Verlängerung ging, allerdigs waren wir da bereits wieder im Zelt angekommen.

IMG_6993 IMG_6994 IMG_6995 IMG_6996 IMG_6999 IMG_7073 IMG_7078OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nach dem Match kam Margarita mit ihrer Freundin Mascha um die Ecke und wir begossen die ganzen Feierlichkeiten ordentlich. Ich ließ es mir nich nehmen und hob 1.000.000 Rübelchen aus dem Automaten ab, nur um mein Millionärstitel nach wenigen Stunden und vielen Bieren und Taxifahrten um 5 Uhr nicht nur verloren zu haben, sondern gänzlich wieder in deutsche Verhältnisse abrutschen ließ. Um 8 Uhr oder so weckte uns Margarita bereits und sagte, dass wir in 20 Minuten raus sein müssen, weil die Kinder kommen. Ein wahnsinns Muff in der Bude, blutrote Augen, riesen Köpfe und und und. Diese Information hatten wir wohl vergessen. Das war extrem hart. Ein paar Stunden Schlaf konnten wir noch im Auto nachholen, aber so mancher fragte sich sicher, ob er den Tag heile überstehen kann. Oggy und Kevin mischten schon Mittags wieder die Zeltszene auf und “der Zahnlose” und sein Kumpel (Penner der immer nur wieder sagte “your soup is ready”) wollten Ihnen wohl ans Geld und das sorgte für eine rasante Flucht unsererseits zum Supermarkt und raus aufs Feld zum lecker Wurst und Baguette Festmahl.

IMG_7075 IMG_7079

Die Fahrt ging anschließend “zum Smorgon”, denn da fand ein Zweitligakick quasi auf dem Weg nach Vilnius statt. Bestes Wetter und Laune begleiteten uns. Die Erinnerung an “den Weißen” (Ein älterer Herr vom Hinflug mit extrem voluminöser und dichter, weißer Mähne) und die ettlichen 180er machten die Strecke zum Kinderspiel und angekommen stellten wir fest, dass der Smorgon auch noch richtig gut aussieht. Freundlich wirkende Menschen, ein großer Fluss mit Tretbooten und ein Park direkt vor dem Stadion, na wenn das mal kein Geheimtipp ist. Die Eintrittskarten für 10.000 Rübelchen wurden auf nen Kassenzettel gedruckt und wir versuchten das nicht ganz so weite, aber schöne Rund zu betreten. Doch beim Einlass verspürten wir tatsächlich etwas Angst. Die Polizisten sagten irgendwas was wir nicht verstanden und wir antworten mit “english?” Und auch wenn man nicht viel verstehen konnte wurde uns ganz klar gemacht das hier keine Ausländer erwünscht sind. Eine höher gestellte Beamtin wurde bestellt, sie war sofort aggressiv. Mit Gestik so am Hals von sich selbst abfällig herstreichen nach dem Motto: “Ihr nervt, haut ab”. Anschließend kam nur sowas wie “english? home!” heraus. Dann wollten sie unsere Pässe sehen, und schienen sich dadurch etwas zu beruhigen das wir nur Deutsche sind. Wir klärten das wir vom Icehockey kamen und nur auf der Durchreise nach Vilnius sind. Unsere Anweisung war “Futbol, Home!” Wir sollten also so schnell wie es geht abhauen, wurden von nem Polizisten begleitet zu den Plätzen die am nächsten am Eingang sind und auch ein weiterer Polizist stand keine 10m das Spiel über von uns entfernt. Angespannte Stimmung veranlasste uns schon in der Halbzeit zu gehen, wir wollten einfach weg. Wir schauten das uns Niemand folgt und machten uns auf den direkten weg zur Grenze.

IMG_7002 IMG_7003 IMG_7004 IMG_7005 IMG_7006 IMG_7007 IMG_7009 IMG_7012

Noch schnell den Aygo für umgerechnet etwa 70cent/Liter aufgefüllt und ab. Übrigens haben nahezu alle unseren Aygo im vorbeifahren mit Lachen und zeigen begleitet. Wir dachten immer das irgendwas mit uns nicht stimmt, wenn neben uns ne Familie im Auto vorbeifährt und sich nicht mehr einbekam und auf uns zeigte. Den Grenzbeamten ging es ähnlich. Wirklich jeder hatte ein Lachen im Gesicht und das ganze gipfelte als einer von zwei blauen Polizisten auf uns zukam und uns volllaberte. Wir boten ihm alles mögliche an: Pässe, Autopapiere, einen der Zettel die man hin und wieder überreicht bekam, aber wollte nichts dergleichen. Irgendwann meinte er “Hubraum”. Da war uns klar, dass auch er von unserem Auto so fasziniert war, dass er direkt danach mit riesigem Lachen seinem Kumpel von uns erzählte. Manche schauten extra nicht zu lange hin, um sich beherrschen zu können. Die Grenze raus aus Belarus dauerte in etwa 45min für einen PKW der sein Visum, über das Icehockeyticket bezog. Die LKW-Schlange war deutlich über 5km lang, die werden da sicherlich übernachten müssen. Zwischen den Grenzen haben wir alle unsere Rübelchen gesammelt und Sie Kevin zum Zaretten holen gegeben. 7€ pro Stange normale Zigartten (Lucky Strike) sind ein Schnapper und weil der “kleine 180er” vom Anfang der weißrussischen Grenze versicherte, dass 2 Stangen pro Kopf klargingen, war das ne schicke Sache. Dann gings nach Litauen: “Something to declare?”, Oggy sagte das wir keinen Alkohol oder Nahrungsmittel bei uns haben, nur eben nen paar Zigaretten. Sie schaute unter die Jacke und begann laut zu lachen. “You are crazy!” und “Do you know how many cigarettes you can bring to lithuania”, es stellte sich heraus, dass nicht 2 Stangen, sondern 2 Packungen pro Person erlaubt waren. Sie trommelte alle Leute zusammen, die sie kannte und alle konnten nicht mehr vor lachen, uns ging es genauso. Es wurde also nachgezahlt, zwar blieb dadurch die große Ersparnis aus, aber günstiger als in Deutschland blieb es dennoch, da die nette Beamtin von einer Strafe absah. In Vilnius dann gings abermals in die Stadt für Bier und Co. Ne reine Topstadt. Alles freundlich, paar gute Läden, preislich etwas unter unserem Niveau, das macht richtig Laune:

IMG_7013 IMG_7014

Der Abend entwickelte sich zum feuchtfröhlichen Gesäusel und endete als der Irsih geschlossen hat. Dort lernten wir kennen, dass der Lite zu jubeln beginnt, wenn die Kellnerin was zerdeppert. Das kommt sehr häufig vor, da sie sehr sehr viele Gläser stapeln. Wir nannten das dann “Stapeln”, english gesprochen wie Stäipeln. Die Gläser dürfen nicht absichtlich zerdeppert werden und so krachte es alle paar Minuten gefolgt vom tosendem Jubel der etwa 200 Anwesenden in einem schönen Hinterhof. Trashtalk entwickelte sich vom Feinsten und Übermüdung und Alkohol taten ihr übriges, hier mal ein paar englilsche “Floskeln” die man dann eben so raushaut:

Im Großen und Ganzen – In great and whole

Du bringst das Bier wie keine Zweite – You bring the beer like no second

Ich habe ein bisschen über die Stränge geschlagen – I boxed a little bit over the strange

Da kommt schon ganz schön was zusammen – There comes what beautiful together

So wurde auch dieser Abend deutlich länger als erwartet, sodass es abermals kein ganz einfacher Start in den Tag wurde, aber die beiden Kicks in und um Kaunas von Spyris bzw. Silas waren sehr nice, hier mal die Eindrücke:

IMG_7018 IMG_7043 IMG_7042 IMG_7041 IMG_7039 IMG_7037 IMG_7036 IMG_7035 IMG_7034 IMG_7033 IMG_7032 IMG_7031 IMG_7029 IMG_7028 IMG_7027 IMG_7026 IMG_7025 IMG_7024 IMG_7023 IMG_7022 IMG_7021 IMG_7020 IMG_7019 IMG_7058 IMG_7051 IMG_7050 IMG_7049 IMG_7048 IMG_7046 IMG_7045 IMG_7044 IMG_7096 IMG_7098OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auf dem Rückweg ging es über Kaunas zurück, wo wir Frank abluden und uns noch bei einem Straßenfest etwas amüsierten. Beinahe wären wir auf ein Boot gestiegen, was nur Sekunden danach abfuhr und erst 2 Stunden später zurückkam. Wir dachten es wäre ein fest installiertes Kneipenboot, Glück gehabt, denn sonst wäre Franks Flieger ohne ihn gestartet. So klappte mal wieder alles, zurück nach Vilnius und am nächsten Tag zurück. Out the mouse!

IMG_7059 IMG_7063 IMG_7062 IMG_7060 IMG_7064 IMG_7016

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Julians 51 von 54: Albanien – 30.04.2014

Diese Zeilen werden gerade liegend aus dem Airport in Skopje verfasst nach lecker Skopsko. Doch wie kommt es dazu? Ich glaub so viele verschiedene Leute hab ich noch nie gefragt, ob sie Lust hätten auf ne Tour wie jetzt mit dem Ziel Albanien. Leider war das Urlaubsbudget oder nur das Budget verbraucht oder aber der erste Mai und dessen Feierlichkeiten waren im Weg, sodass ich mich alleine auf den Weg machte. Wizzair brachte mich nach Skopje, reguläre Ankunft 23:50 Uhr, sodass ich damit gerechnet habe um 00:30 Uhr beim Raf in Skopje (erste Couchsurfingerfahrung) zu sein. Doch dann kam die Meldung vom Captain, dass es wohl ein Problem mit der Beschaffenheit der Scheibe im Cockpit geben würde und ein Riss sich breitmacht. Da Carglass in der Luft nicht zu erreichen war mussten wir ne Notlandung in Budapest hinlegen und die Maschine wechseln. Jeder weiß, dass es ne Menge Passagiere gibt die unheimlich lange brauchen um ihr Handgepäckstück fachgerecht zu verstauen und anschließend den passenden Sitz einzunehmen. In der Maschine waren mit mir etwa 6 Deutsche, der Rest aus Mazedonien, Albanien, dem Kosovo und Serbien. 90% der Anwesenden hatten nichts mit einem Vielflieger gemein und so zog sich die ganze Prozedur ein wenig hin. Immerhin schaffte ich ein inoffzielles Upgrade in eine freie Sitzreihe. Landung um 2:15 uhr, was neben mäßiger Laune noch das Nicht-Vorhandensein des Mietwagenfreaks nach sich zog. Telefonisch wurde der dann aus seinem Bett zum Airport bestellt, das dauerte alles sehr lange, sodass ich gegen 4 Uhr mein Lager beim Raf in skopje bezog, der zwar sichtlich genervt war, aber Verständnis zeigte. Etwa 3 Stunden Schlaf und ne Tasse Cafe mussten genügen um die Mietschleuder abermals an seine Grenzen zu treiben. Im Flieger traf ich 2 mazedonische Frauen die mir dringend davon abrieten alleine diese Strecke zu fahren, zu viele Irre, Sicherheitslage und die Straßenverhältnisse waren die Hauptgründe. Der Business-Typ vom Mietwagenstand sagte nur: „Albanien alleine mit dem Auto? Mutig…“ Ohne weiter zu erläutern. Naja ich stellte die Weichen mit dem wiedermal tadellosem Navi Skobbler ein und fuhr die Piste entlang und sooo tragisch ist die Strecke nicht. Das Spiel sollte in Pogradec stattfinden, also die richtig schlimmen Straßen in Albanien sollte ich nicht befahren. Wobei die 20km vor Pogradec nur roter Schotter und Schlaglöcher beinhaltet, dazwischen Busse, Autos, Motorräder, Fußgänger, Kühe und Schafe, sodass die ausgegebene Höchstgeschwindigkeit von 30km/h praktisch niemals erreicht werden konnte. Ansonsten einfach viele Kurven und Landstraßen dafür aber einige landschaftliche Entschädigungen rund um den Ohrid-See (gesprochen Ochitt mit Betonung auf dem O). Angekommen hab ich erstmal gesehen was albanische „Straßen“ so können. Also wenn man in eine Seitenstraße fährt, dann ist nicht mehr viel mit Asphalt, nur Matsch und riesige Löcher, keine Ahnung wer die da reinsprengt, aber ich dachte ein paar Mal, dass das rental car seinen Geist aufgibt. Ich parkte irgendwann und konnte die Tür nicht öffnen, weil sich nen Bettlerkind an meiner Tür ausließ. 100 mal Kopfschütteln half nicht, ich musste erst ihre Füße etwas touchieren mit der wiederangeschmissenen Karre damit sie verstand, dass bei mir maximal nen Plattfuß zu holen war. Ich fuhr die Straße am See noch etwas entlang und fand nen Parkplatz vor einem Cafe. Dort ließ ich mir den Spielplan bestätigen und stellte fest, dass das Stadion nur 300m entfernt war. Die ansässige Polizei ließ mich umsonst als VIP rein, weil ich mit einheimischer Währung nicht dienen konnte. Stadion war ok, nix wirklich überragendes, einige Wohnhäuser und ein Nebenplatz hinter der Gegengeraden rundeten die Ansicht ab, sodass ich mir zufrieden ein 2:1 anguckte. Support gab es nicht, aber bestimmt an die 500 Zuschauer, hatte ich gar nicht mitgerechnet in der albanischen zweiten Liga. Anschließend direkt wieder in die Karre und den See nochmal andersrum abfahren, um auch den zweiten Grenzübergang in der Nähe mit zu nehmen und diese Entscheidung brachte mir etwa 30min Zeitersparnis ein. Niemand an dem Minigrenzübergang außer mir, und die Umgehung der Schotterpiste taten den müden Augen gut. Ich wollte einfach nur ins Bett. Gegen 21:00 Uhr stand ich mit Sack und Pack vor der Wohnung vom Raf, ich rief kurz durch und er sagte, dass ich mir irgendwie Zugang verschaffen solle in den Häuserblock um Zugriff auf sein WLAN zu bekommen, dann würde er mir ne Karte schicken zu dem Ort wo er gerade ist, das sei nicht weit und ist ne Tanz in den Mai Party. Puh, da musste ich leicht schlucken. 3h Schlaf und 8 Stunden Karre (natürlich ohne Stopps, der geübte Driver hält erst an wenn der Tank alle ist) wollten es nicht wahr haben, dass ich jetzt durch die Nacht mit nem kleinen Kartenausschnitt irgendeine Party finden muss. In das Haus kam ich nach vergeblichem Läuten alle Klingeln durch die Tiefgarage. Dann kam die Karte, aber es waren wirklich nur etwa 10min Fußweg mit gediegenen Gästen, alle eher schick außer mir und etwa 10 Jahre älter, aber das tat dem ganzen kein Abbruch. Etwa 2/3 kamen aus Deutschland (Raf ist Pole der sehr gut Deutsch spricht, 5 Jahre in China gewohnt hat und nun Lehrer in Skopje ist), und die Unterhaltungen fanden alle auf englisch statt, damit der Rest der Meute folgen konnte. So konnt ich noch gratis Bierchen und Nudelsalat abgreifen und ein paar wirklich nette Menschen kennenlernen, CL lief auch im TV und nach einigen guten Wünschen für die letzten 3 Länder ging es gegen 1 Uhr auch schon nach Hause. Heute Morgen gabs dann bestimmt 2 Stunden lecker Frühstück und jede Menge brauchbare Tipps für anstehende Asien/Ozeanien Aufenthalte vom Raf gepaart mit verrückten und witzigen Stories seiner Erlebnisse. So mietete er sich in Vietnam beispielsweise nen Motorradfahrer, der ihm das Land zeigte oder fuhr per Anhalter durch Malaysia. Tipps gabs auch zu Fortbewegungsmitteln z.B. für Neusseland oder einfach schöne oder sonst wie sehenswerte Orte und Inseln in Südostasien und Umgebung. Ground gehakt, Land in grün gefärbt und um ein paar Erfahrungen reicher! Einläuten zum Treppchen: 1,2,3 noch…

IMG_6917 IMG_6918 IMG_6924 IMG_6925 IMG_6926

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Wird es was oder wird es nichts?

Tja das ist die Frage. Irgendwie hatte ich es abgeschrieben, weil ich einfach etwas wenig Bock hatte besonders alleine den Rest durch zu ziehen, aber warum eigentlich? Ja das weiß ich auch nicht. So ermutigte mich eine Nachricht eines Fußballkumpels aus Kroatien, der ein Spiel in Montenegro aufgrund von Verlegung nicht schauen konnte, einfach ma zu buchen. So erfuhr ich einmal von 2 Kumpels dessen Verbindung nach Vilnius, die ich dann geschmeidig für 45€ nachbaute (von da aus gehts dann mit Zug/Bus/Auto Richtung Minsk). Außerdem nen Flug für 50€ nach Bukarest, von wo aus es dann per Punktlandung mit jeweils einem Nachtbus nach Moldawien (die zweite) gehen soll. Außerdem hab ich noch nen Flug nach Skopje unter der Woche gebucht, von wo aus ich irgendwie versuchen will nach Albanien zu kommen. Mal schauen, solche Touren hab ich auch erst selten alleine gemacht, ich werde mich da auch erst kurz vorher informieren und auch eher spontan entscheiden, ob ich die Flüge überhaupt antrete, da ich derzeit auch meine Masterarbeit schreiben müsste. Bisher kein Wort zustande gekommen, heute wollte ich das eigentlich machen, aber da habe ich lieber diesen Text hier geschrieben 🙂 Naja je nachdem wie diese Touren verlaufen, bzw. ob ich sie wahrnehme (gilt für Moldawien und Albanien), werde ich dann entscheiden, ob ich noch kurzfristig nach Kasachstan fliege, um das Ding komplett zu machen. Sollte mir nur noch der fehlen, dann hau ich den einfach hinterher, am Preis kann man da eh nichts rütteln, ganz egal wann man da fliegt. Das erste dieser Spiele und Länder soll erst Ende April beginnen, sodass ich hoffe, bis dahin schon ein wenig an Arbeit fertig zu haben. Wir werden sehen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Real Madrid – S04

Jau jau, mal wieder ein Eintrag ohne Länderpunkt, dafür von einem Gegner den sich so mancher schon häufig gewünscht hat. Die Königlichen aus Real. Es sollte eine Fahrt der kuriosen Lieder und des Alkohols werden, was sonst nach 6:1 im Hinspiel. Ährwin Weiß gab schon auf dem Weg zum Flughafen nach Eindhoven alles, man beachte auch das Musik-Label: Dat isset-Records. Das Stück ist von 1992 und weiß zu gefallen, toppen konnte das nur noch Ährwin Weiß und „Lida fonne Ruhr“ mit dem Lieblingslied: „Möbelpacka Sonk“:

IMG_6729 IMG_6733 Cover

Flug etc. war alles unkompliziert (Transavia als neuer Airlinepunkt ist akzeptabel), das Hostel super zentral erhält eine Empfehlung und so ging es mit nunmehr 10 Leuten zum Plaza del Sol und da saßen wir tatsächlich von etwa 12 bis 19 Uhr, da kommt so mancher Humpen und Euro zusammen, der Kellner machte das Geschäft seines Lebens und baute über den Abend Tisch um Tisch in der sonnigen Gasse an. Der Platz und die Gassen drumherum füllten sich genauso wie die blau weißen Anhänger, die mal wieder ihr Können zeigten.

IMG_6741

Da das Laufen das Unsere nicht ist, entschieden wir uns gegen den Marsch und für die Metro. Nach zweistelligen Bieren und einer gewissen Denkphase Daniels, ergab sich dann auch schon ein Lied, was uns die gesamte Tour sowohl musikalisch als auch inhaltlich begleiten sollte. Melodie: Feliz Navidad! Text: „Ich schieß mich heut ab“ mit gefüllten Zwischenzeilen sieht das dann so aus:

Ich schieß mich heut` ab (find ich richtig gut),

Ich schieß mich heut` ab (hasse nicht gesehn`),

Ich schieß mich heut` ab (äh! äh! äh! äh! äh!),

Ich schieß mich heut`ab.

I wanna wish you a merry christmas (3x),

from the buttom of my heeeeeaaaart.

Ich schieß mich heut ab…

Mit diesem Streifen wurde die Metro berockt und betanzt, sodass selbst das feierstarke spanische Volk nicht schlecht staunte. Im Stadion fand ein Fußballspiel statt und in der Blocksperre gingen die kuriosen Lieder weiter. Melodie: Ti amo. Text:

„Chinedu O – Baaaasi (3x),

Chinedu, Chinedu, Chinedu, Chinedu, Chinedu – O – Baaaasi…“

Ebenso wurde der Jens Keller Biersong geschmettert und das von nicht wenigen in der Kurve, schon erstaunlich wie sowas kommen kann. Ihr gebt an dieser Stelle bitte bei einem Videohoster eurer Wahl „Jens Keller Biersong“ ein und man erhält das gute Stück zur Melodie von Country Roads: „Jens Kellaaaa, Jens Kellaaaa, zieht sein Bier, immer schneller. Frisch Gezapftes, oder Dose, dicker Pimmel, inna Hose…“ Ganz schlimm, ihr seht das selbst ja auch.

An Tag 2 sollten noch 2 Grounds gemacht werden. Das Aufstehen fiel etwas schwerer, aber nach ner Stärkung im Irish und etwas Kultur (angefangen an unserem grandiosen Aufzug), sollte der Fluss wieder anfangen zu fließen.

IMG_6747 IMG_6743 IMG_6744 IMG_6748 IMG_6749

Der Weg ging nach Majadahonda mit dem Zug (Return 5,10€), wo wir zwei nebeneinanderliegende Grounds mitnahmen. Einmal gab sich Atletico Madrid III die Ehre und danach spielte Rayo Majadahonda direkt nebenan. Eintritt 0€ und 10€, etwas seltsam, da doch beide in der gleichen Liga kicken (Tercera Division, das ist die vierte Liga). Bier konnte man direkt im Café um die Ecke für 2€ kaufen und wir waren die einzigen 15 Leute die das ausgibig taten und auch lautstark Gesänge unter den 100 Anwesenden verbreiteten. Die Leute hatten ihren Spaß an uns, ein spanischer Radiomoderator wusste nach den ersten Plastiktüten die wir reinschleppten schon nicht mehr wo ihm der Kopf stand. „Ich schieß mich heut ab…“ wurde ein Dauerbrenner und ne Stunde nach Spielende hieße es nur noch: „Die schließen gleich ab…“, sodass wir uns rüber bequemten zum Spiel 2, um dort abermals noch stärker angeschwurbelt zeigten, was wir so drauf haben.

IMG_6751 IMG_6753 IMG_6754 IMG_6757 IMG_6761 IMG_6763 IMG_6764 IMG_6768 IMG_6769 IMG_6770 IMG_6773 IMG_6774 IMG_6776 IMG_6778 IMG_6779 IMG_6780

Am nächsten verkaterten Morgen gab es dann ein ausgiebiges Frühstück (siehe Bild) und auch der 24h Markt nebenan hatte langsam kein Bock mehr auf uns, sodass wir uns schnell verzogen vom warmen Madrid ins nun auch wieder warme Deutschland. Schicke Tour, verrückte Leute, noch verrücktere Lieder und König Alkohol verschmolzen zu einer tollen Symbiose.

IMG_6783 IMG_6784

Zu guter letzt eine Art Suchbild, schöö!

IMG_6789

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Julians 50 von 54: Russland – 08.03.2014

Russland ist das flächenmäßig größte Land der Erde und somit erscheint auch ein Großteil der UEFA-Karte nun im grünen Licht. Flug (Lufthansa = warme Mahlzeit und Freigetränke) und Transfer (Taxi) zum Soul Kitchen Junior Hostel (extremste Empfehlung!!!) verliefen reibungslos, sodass wir die Stadt noch ein wenig auf uns wirken lassen konnten am spielfreien Freitag.

IMG_6575 IMG_6579 IMG_6580 IMG_6581 IMG_6582 IMG_6583 FixIMG_6584 IMG_6593

Fix im Supermarkt das Nötigste besorgt und im Kühlschrank verstaut und ein wenig die Seele baumeln lassen. Kurz zum Hostel: Im 4er-Zimmer für umgerechnet 16,50€/Person/Nacht und extrem zentral gelegen. Alles super sauber. Abends gabs einmal Pancakes umsonst und den Morgen drauf zum Frühstück Waffeln, einfach ma so. Musik aufm Klo und ein Malblock sorgen für Unterhaltung, toll! So genug: Wir tranken ein paar Bier und gingen am nächsten Tag zu dem kleineren Stadion der beiden nebeneinanderliegenden Grounds in St. Petersburg.

IMG_6597 IMG_6599 IMG_6601 IMG_6602 IMG_6603

Der Eintritt lag bei 1€, es war das U21-Spiel zwischen Zenit und Tom`Tomsk, von dem wir tagsdrauf noch das Spiel der Erwachsenen im großen Stadion besuchten. Ein Haufen von etwa 400 Leuten supporteten das ganze Spiel über, Flutlicht war auch um 12:00 Mittags bereits an und es war durch den eisigen Wind schon bitter kalt und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es ein purer Genuss war auf der Tribüne zu zuschauen.

IMG_6604 IMG_6605 IMG_6606 IMG_6607 IMG_6610

So dampften wir mit dem Länderpunkt zielstrebig ab, aßen ne Kleinigkeit, knippsten hier und da die umliegenden Gebäude, nahmen das ein oder andere kühle Getränk zu uns, um letztendlich im „O`Hooligans“ zu stranden.

IMG_6612 IMG_6614 IMG_6615 IMG_6618

Der nächste Tag war eher zum relaxen angedacht, denn das Spiel sollte erst um 18:30 Uhr angepfiffen werden. Ein doch ganz netter Ground den Zenit da hat, besonders die Flutlichtmasten in der untergehenden Sonne wissen zu gefallen. Support gab es aus 3 verschiedenen Ecken, teilweise mit Wechselgesang und eher langsamen und recht angenehmen Melodien. Alles verlief friedlich, wir hatten uns auf der Haupttribüne niedergelassen und auch während des Spiels deutsch gesprochen. Leider haben wir nur die selbstausgedruckten Papiertickets als Trophäen bekommen, im Vorhinein wurde mir noch gesagt, dass ich die Tickets im Office umtauschen kann, leider hat das nicht funktioniert. Außerdem gabs es nach dem Spiel nirgends die Möglichkeit ein „echtes Ticket“ zu bekommen, da nahezu alle mit den Dauerkarten bzw. Diskount-Plastikkarten agieren, schade, aber da wir vom Vortag ja schon ein echtes Ticket haben mit sogar der gleichen Partie nur als U21 getarnt, alles halb so wild.

IMG_6624 IMG_6625 IMG_6626 IMG_6632 IMG_6633 IMG_6635 IMG_6637 IMG_6638 IMG_6643

Abends gabs noch nen lecker Happen im Vortags ausgebuchten „Mumbai“. Der Laden ist so nah am Hostel, dass das WLAN sogar noch funktoniert und das Essen ist allererste Sahne, dazu noch nen indisches Bierchen und alles is jut. Den Laden sollte man nicht verpassen! Der Montag dann verlief spiellos, denn unser Flug ging gegen 17:00 Uhr, sodass wir uns entschlossen, noch nen nicht bespielten Ground zu besuchen. Unterwegs erhaschten wir wieder ein paar nette Eindrücke der Stadt.

IMG_6650 IMG_6651 IMG_6652 IMG_6654 IMG_6656

Der Ground an sich ist vom nun „verstorbenen“ Klub FC Lokomotiv Saint Petersburg. Er ist sehr versteckt zwischen Häusern gelegen, weiß aber deutlich zu überzeugen. Nette Graffitis und eine Minitribüne von 204 Sitzen (alle überdacht) sind die Sahnestücke des Grounds. Wer immer mal in St. Petersburg ist, sollte sich das nette Stück auf keinen Fall entgehen lassen. Ob derzeit noch irgendein Klub dort spielt ist uns unbekannt, zieht euch den Scheiß ma rein.

IMG_6660 IMG_6662 IMG_6663 IMG_6665 IMG_6666 IMG_6670 IMG_6674 IMG_6676 IMG_6680 IMG_6681 IMG_6682 IMG_6683 IMG_6684 IMG_6687 IMG_6690 IMG_6691

Das war ein mehr als gelungener Abschluss einer runden Tour. Viel gelacht, viel Quatsch erzählt, teilweise gefroren, geschwitzt und gebechert, astrein!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen